Zu Besuch in der Lehrwerkstatt von Mister Spex

Veröffentlichungsdatum: 
23.10.2019
Autor:
Ann-Katrin Zellner
Rubrik
Kai Badura Hetzel Werkstattleiter bei Mister Spex
Kai Badura-Hetzel, Leiter der Lehrwerkstatt, ist stolz auf die neuen Räumlichkeiten.
© Mister Spex

Im historischen Domviertel von Münster gibt es unzählige Einkaufsläden, inmitten der alten Fachwerkhäuser. Autos sieht man kaum, dafür sind viele Fahrradfahrer unterwegs. Der zehnte Store des einstigen Online-Optikers hat eine große Fensterfront und fällt durch das fehlende Giebeldach und die weiße Außenfarbe auf. Die neue Lehrwerkstatt ist direkt über dem Laden untergebracht. Eine matte Tür, links vom Mister-Spex-Store. In schwarzer Schrift steht groß „Lehrwerkstatt“ darauf. Es geht die Treppe hoch und dann steht man mitten im Raum.

Kai Badura-Hetzel, Augenoptikmeister und Leiter der Lehrwerkstatt, zeigt stolz die 120 Quadratmeter, in der die neue Lehrwerkstatt beheimatet ist. Hell, offen und freundlich wirkt der große Raum, rechts verlaufen an den Wänden entlang die Arbeitsplätze fürs Bohren, Schleifen, Löten, Anpassen und für den Schleifautomaten im knallgrünen Mister-Spex-Look. Mittendrin stehen ein paar Tische und Stühle, sie sind frei beweglich und können von den Azubis nach Bedarf umgestellt werden. In der kleinen Küche stehen Süßkram, Getränke, Obst und Kaffee bereit. Auf das kleine Sofa können sich die Auszubildenden in der Pause zurückziehen. Der Schulungsraum ist links um die Ecke. „Er ist extra schalldicht isoliert worden“, erklärt der Werkstattleiter.

Seit 2016 bildet Mister Spex junge Augenoptiker aus. Bisher war Berlin der Mittelpunkt, nun kam mit Münster ein zweiter dazu. Nordrhein-Westfalen (NRW) hat nicht nur die meisten Einwohner, sondern beheimatet auch die meisten der Mister Spex-Stores: Neben Münster gibt es noch in Dortmund, Bochum, Essen und Oberhausen Stores. Insgesamt starteten 17 Azubis ihre Ausbildung in der Augenoptik, überwiegend junge Frauen. In der Lehrwerkstatt gibt es Platz für 30 Azubis in allen drei Lehrjahren. „Mehr ist für einen Ausbilder nicht zu schaffen - der persönliche Kontakt geht verloren“, sagt Badura-Hetzel bestimmt. „Ich zeige ihnen das Handwerk von der Pike auf: Sie sollen verstehen, was sie da machen!“


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