Opti Stipendien für Low Vision und Digitalisierung

Letzte Änderung: 
30.11.2018
Autor:
Daniela Zumpf
Rubrik
Absolventin
Auf der Opti in München stellen die Stipendiatinnen ihre Arbeiten vor.
© AdobeStock.com/sopradit

Zum ersten Mal hat die Opti mit 2.500 Euro dotierte Stipendien für wissenschaftliche Arbeiten in der Augenoptik vergeben. Das erste Stipendium erhielt Andrea-Maria Schmied, Absolventin an der Optometrie & Hörakustik Initiative (OHI) in Wien. Sie stellt am Sonntag, 27. Januar 2019, um 10 Uhr ihre Meisterprojektarbeit „Low Vision. Sehbehinderungen & elektronische & ergonomische Hilfsmittel“ auf dem Opti Forum vor.

Anna Knaus Bachelorübergabe
Professor Jürgen Nolting
überreicht die Bachelorurkunde 
an Anna Knaus.
©Hochschule Aalen/Ralf Michel

Masterstudentin Anna Knaus erhielt für ihre Bachelorarbeit „Potenziale der Digitalisierung in der Optometrie“ an der Hochschule Aalen das zweite Stipendium. Sie präsentiert ihre Arbeit am Freitag, 25. Januar 2019, um 10:25 Uhr auf der Fachmesse in München.

„Mit dem Opti Stipendium möchten wir – ebenso wie mit dem Opti Campus und vielen weiteren Angeboten für Auszubildende und Studierende auf der Opti – ein Zeichen setzen für die Zukunft und den Nachwuchs in der Augenoptik“, sagt Bettina Reiter, Projektleiterin der Opti. „In ihrer Arbeit hat Anna Knaus ein wichtiges Zukunftsthema aufgegriffen. Ganz im Sinne des Wissenstransfers freuen wir uns, dass sie ihre Arbeit auch im Opti Forum vorstellt, damit möglichst viele von den Ergebnissen profitieren.“

Kein Weg führt an der Digitalisierung vorbei

Was bedeutet die Digitalisierung für den einzelnen augenoptischen Betrieb? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Studentin in ihrer Bachelorarbeit. Als Grundlage diente der „UK Foresight Project Report 2030“, der die Auswirkungen des technologischen Zeitalters auf die augenoptische Branche in Großbritannien bis ins Jahr 2030 analysiert. Die Studentin wertete den Report bezüglich aller relevanten Themengebiete für die Augenoptik in Deutschland aus – und zeigt Wege auf, wie die deutsche Branche von diesen Trends und Neuerungen profitieren kann. Für sie stehe fest: „Wer als Augenoptiker/Optometrist auf lange Sicht erfolgreich sein und bleiben will, für den führt kein Weg an der Digitalisierung vorbei.“ 

„Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen und die Hochschule Aalen in Person von Professor Dr. Anna Nagl arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen, um den Wissenstransfer vom akademischen Betrieb in die Praxis systematisch zu unterstützen“, erklärte Dr. Jan Wetzel, Geschäftsführer des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA). „Die Arbeit und vor allem die Themenwahl von Anna Knaus ist vor diesem Hintergrund von großem Wert, da der Begriff der Digitalisierung zwar in aller Munde ist, aber viele augenoptische Betriebe dennoch nicht so recht wissen, welche Chancen und Risiken sich daraus für sie ergeben. Hier setzt die Bachelorthesis an, sie skizziert, wie die Digitalisierung unsere Branche verändert und die Handlungsoptionen auch der deutschen Augenoptiker künftig beeinflussen wird.“ Die Arbeit von Knaus soll der erste Baustein eines White Papers sein, das der ZVA zum Thema Digitalisierung für die Augenoptikbetriebe erstellen wird.