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Erstelldatum:  17.07.2017 10:28
Autor: 
Daniela Zumpf

Mann udn Frau sehen auf ein Tablet
Augen schützen mit einer Bildschirmarbeitsplatzbrille
© ZVA
Bildschirmnutzung KGS
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Für eine spezielle Computerbrille entscheidet sich inzwischen fast jeder zehnte Brillenträger. Das sind gut doppelt so viele wie vor 15 Jahren. Die Zahl der Nutzer steigt an und bietet für den Augenoptiker die Absatzchance einer Zweit- oder Drittbrille.  

Kunden, die lange am Bildschirm arbeiten, kennen die Zeichen: müde, brennende oder trockene Augen. Dass an Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden ebenfalls der Blick auf den Bildschirm schuld sein kann, wissen allerdings die wenigsten.

„Mit meiner Brille komme ich bestens klar“, sagen die Kunden häufig. Stimmt, was den Alltag angeht. Eine Lesebrille ist optimal für scharfes Sehen in sehr nahen Distanzen, also im Buch oder in der Zeitung. Wer damit auf dem Bildschirm Klarheit haben möchte, kriecht dicht an ihn heran, strengt die Augen an und provoziert Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen. Die Gleitsichtbrille taugt für viele Seh-Entfernungen von der Nähe bis in die Ferne. Doch um Text und Bilder auf dem Monitor scharf wahrzunehmen, muss man durch den unteren Teil der Gleitsichtgläser blicken. Das Kinn wird angehoben, der Kopf in den Nacken gelegt – die Muskulatur steht unter unnatürlicher Spannung. Es schmerzt und nervt.

Bildschirmbrille für entspanntes Sehen und Arbeiten

Computerbrillen wollen die Problemlöser sein. Welche Vorteile bieten sie? Ihre Sehkompetenz liegt vor allem in den mittleren und kurzen Entfernungen. Das ist der Sehabstand zum Monitor, der je nach Bildschirmgröße zwischen 50 und 100 Zentimetern beträgt. Diesem Bereich gehört die größte Fläche im Brillenglas. Darunter gibt es den Nahbereich, durch den sich die Tastatur und Manuskripte unangestrengt überschauen lassen. Der Teil in den Gläsern, der für das Sehen über einen Meter hinaus geeignet ist, fällt aber relativ klein aus. Er genügt, um Uhr und Terminkalender an der Wand gut im Blick zu haben, ist zum Autofahren aber nicht geeignet. Informationen dieser Art sind für Ihre Kunden wichtig, um zu verstehen, warum eine zusätzliche Brille am Arbeitsplatz nötig sein kann. 

Es empfiehlt sich, dass der Kunde den individuellen Sehabstand zu Bildschirm und Tastatur zu misst, um die Gläser genau darauf abzustimmen. Kunden sollten die Brillenfassung nicht zu klein wählen, damit die optimalen Sehzonen sowohl in der Höhe als auch in der Breite ausreichend groß sind. Für Kunden lohnen sich häufig auch entspiegelte Gläser wegen der vielen Lichtquellen in den Büros.

Arbeitgeber übernimmt Kostenanteil

Die Brille am Computerarbeitsplatz gehört zur persönlichen Schutzausrüstung. Per Gesetz steht einem Kunden für Tätigkeiten am Bildschirm im Büro eine spezielle Sehhilfe zu, wenn die normale Sehhilfe dafür nicht geeignet ist. Bescheinigt das der Augenoptiker oder Augenarzt, muss der Arbeitgeber zumindest einen Teil der Kosten für die Bildschirmarbeitsplatzbrille übernehmen.