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Erstelldatum:  12.03.2017 09:55
Autor: 
Ingo Rütten

ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod
ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod
© Stefan Sturm|DOZ

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Wahlen des Präsidiums im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) in Dortmund standen – zumindest gilt das für den gestrigen ersten Teil der Veranstaltung im Mercure Hotel in Steinwurfnähe zum Dortmunder Fußballstadion.

Aber, die Wahlen waren weder der spannendste und in diesem Hinblick auch nicht der interessanteste Tagesordnungspunkt, der abzuarbeiten war. Dass Thomas Truckenbrod als ZVA-Präsident in eine vierte Amtszeit gehen würde, war vor der Wahl klar, dass seine beiden Vizes Christian Müller und Dieter Großewinkelmann ihn dabei begleiten werden, darf auch als alles andere als Überraschung gewertet werden. Die Fortsetzungsgeschichte ist einerseits eine Erfolgsstory, dürfte aber bei einem kritischen Blick auch Ausdruck sein, dass es an potenziellen Nachfolgern oder Mitbewerben mangelt.

Der ZVA wird sich auch in dieser Hinsicht um den Nachwuchs kümmern müssen, denn dass viel Arbeit vor den Ehrenamtlichen liegt, wurde bei der Tagung offenbar. Die Gesetzesänderung, in deren Folge die Sehhilfen teilweise wieder zum Leistungskatalog der Krankenkassen gehören,  bringt aktuell einiges an Aufwand mit sich. Diese Arbeit, die oft im „stillen Kämmerlein“ vollzogen wird und vollzogen werden muss, wird aber auch in Zukunft bei anderen Therme unbedingt weitergeführt werden müssen. Insofern haben die Landesverbände des ZVA nun weitere drei Jahre unter dem Präsidenten Truckenbrod Zeit, mögliche Nachfolger für den Leipziger aufzubauen und in Position zu bringen. Der „Auserwählte“ wird dann in große Fußstapfen treten müssen, 100 Prozent Ja-Stimmen bei der Präsidentenwahl bekommt niemand, der nur gewählt wird, weil es keinen vernünftigen Nachfolger gibt.  

Dass Kontinuität beim Zentralverband tatsächlich groß geschrieben wird, zeigen die anderen Wahlergebnisse. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bleiben ebenfalls unverändert; gut, dass zumindest im Vorstand ein neuer Name auftaucht, hier ersetzt Andrea Naeser (Mitteldeutscher Augenoptiker- und Optometristenverband) Sven Schubert.