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Erstelldatum:  16.10.2017 15:55
Autor: 
Daniela Zumpf

Kind Refraktionsraum
Neben dem Hörsinn rückt auch der Sehsinn in den Fokus des Familienunternehmens.
© Kind

Laut eigenen Aussagen werde der Hörgeräte-Hersteller mehr als 50 Millionen Euro Umsatz allein mit Brillen im Geschäftsjahr 2017 erzielen. Das hat Martin Kind, Eigentümer der Kind-Gruppe, bei einem Treffen des „Clubs Hamburger Wirtschaftsjournalisten“ bekanntgegeben. Der gesamte Umsatz in Deutschland wird auf 270 Millionen Euro geschätzt.

Die Hörgerätekette aus Großburgwedel bei Hannover betreibt nach eigenen Angaben mehr als 700 Fachgeschäfte im In- und Ausland und beschäftigt über 3.000 Mitarbeiter. Bisher verkauft das Unternehmen in 50 Filialen Brillen. „Die ersten Erfahrungen sind super“, erzählte der 73-Jährige dem Handelsblatt. „Anders als das Hörgerät ist die Brille nicht stigmatisiert – das erleichtert das Geschäft.“ Bisher wurden knapp 350 Mitarbeiter für den neuen Bereich eingestellt. Seit zwei Jahren arbeitet sein Sohn Alexander Kind an dem neuen Konzept. Er leitet die Gruppe seit mehreren Jahren operativ.

Das Geschäft müsse aber mittelfristig eine Umsatzrendite von fünf bis zehn Prozent erreichen, um profitabel zu werden. „Sonst müssen wir das Geschäft wieder einstellen“, sagte Senior dem Magazin. Marktanteile wolle der Eigentümer vor allem hochpreisigen, selbstständigen Augenoptikern abnehmen. Mit 50 Millionen Euro Umsatz wäre das Unternehmen bereits halb so groß wie Mr. Spex, aber deutlich kleiner als Fielmann.