Rubrik
Schlagworte
Erstelldatum:  16.03.2017 11:16
Autor: 
Daniela Zumpf

Hörgerät von Kind
Starkes Wachstum des Hörgerätesektors wie diese Hinter-dem-Ohr-Hörgerät mit externem Hörer.
© Kind

Der Markt für Hörgeräte in Deutschland hat sich 2016 nach einem guten ersten Halbjahr auch in der zweiten Jahreshälfte positiv entwickelt. Verzeichnete die Branche 2015 noch einen leichten Rückgang, erbrachte das Gesamtjahr 2016 ein Wachstum von 5,5 Prozent auf einen Gesamtabsatz von 1,24 Millionen verkauften Hörgeräten, erklärte die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK). Da sich zusätzlich der Durchschnittspreis der verkauften Geräte von 1.086 Euro (2015) auf 1.142 Euro (2016) erhöhte, wuchs der Gesamtumsatz mit Hörgeräten um 11 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro.

Erstmals waren im Jahr 2016 die Receiver-in-Canal-Geräte (RIC) mit einem Anteil von 46 Prozent die umsatzstärkste Bauform, so das Marktforschungsinstitut. Hierbei handelt es sich um ein hinter dem Ohr getragenes Hörgerät. Allerdings befindet sich dabei nicht die komplette Technik hinter dem Ohr wie bei konventionellen Modellen, sondern der Lautsprecher/Hörer (engl. receiver) liegt direkt im Gehörgang (engl. in canal).

Trend zur hochwertigen Ausstattung

Am dynamischsten wuchs weiterhin das Segment der Hörgeräte, die im Ohr getragen werden (IdO). Der Umsatz mit dieser Bauform steigerte sich in 2016 um 27 Prozent auf einen Anteil von 11 Prozent am Gesamtumsatz.

Sowohl bei den RIC- als auch bei den IdO-Geräten zeichnete sich ein deutlicher Trend hin zu technisch hochwertig ausgestatteten Modellen ab. Dies trug maßgeblich zur Erhöhung des Gesamtdurchschnittspreises im Hörgerätemarkt bei. Dagegen ergaben sich bei den Hinter-dem-Ohr-Geräten (HdO) kaum Veränderungen. In dieser Bauform werden weiterhin überwiegend Geräte innerhalb des Zuzahlungsrahmens der gesetzlichen Krankenkassen verkauft.

Zum Handelspanel

Im Handelspanel erfasst GfK kontinuierlich Abverkaufsdaten über reprä-sentative Stichproben der unterschiedlichen Absatzkanäle und rechnet diese auf den jeweiligen Gesamtmarkt hoch. Das GfK Handelspanel liefert damit unabhängige und belastbare Informationen über die tatsächlich verkauften Hörgeräte in Deutschland. Die Analysen basieren auf dem einzeln abgesetzten Artikel, der nach seinen Charakteristika klassifiziert und ausgewertet wird.

Im Bereich des Hörgerätepanels erfasst GfK seit 2012 Handelsumsätze in Deutschland. Teilnehmer des Panels erhalten einmal pro Quartal die ausführlichen GfK-Handelsberichte mit allen relevanten Marktinformationen über den Gesamtmarkt sowie für die Geschäftsgruppen der Filialisten und traditionellen Hörakustikfachgeschäften.