Erstelldatum:  03.03.2017 08:12
Autor: 
Daniela Zumpf

Ohr mit Schallwellen
Allein in Deutschland gibt es mehr als 12 Millionen Menschen, die nicht mehr ganz so gut hören.
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Welches Geräusch macht den Menschen glücklich? Für den einen ist es zum Beispiel das Lachen eines Kindes, für den anderen das Meeresrauschen. Cochlear Limited startet eine Kampagne, mit der festgestellt werden soll, welches Geräusch Menschen in der ganzen Welt am glücklichsten macht. Mit dieser Aktion soll das Bewusstsein für Hörgesundheit erhöht und Hörverlust verhindert werden.

Seit Februar hat Cochlear weltweit die Menschen dazu aufgefordert, ihren #HappiestSound zu teilen. Jeder konnte das Geräusch, das ihn am glücklichsten macht, als Video- oder Audioaufnahme, als Foto oder einfach mit Worten beschrieben unter dem Hashtag #HappiestSound in den sozialen Medien posten.

Prävention und Versorgung von Hörminderungen

Die Glücks-Geräusche wurden auf der Website happiestsound.com gesammelt. Alle hochgeladenen Geräusche wurden kategorisiert und gezählt. Am 2. März 2017, dem Abend vor dem Welttag des Hörens, wird der „Happiest Sound“ offiziell bekanntgegeben.

Der Welttag des Hörens („World Hearing Day“ bzw. „International Ear Care Day“) ist ein weltweiter Aktionstag, mit dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit nationalen Partnern globale Aufmerksamkeit auf die Prävention und Versorgung von Hörminderungen und auf die Bedeutung des Gehörs lenken möchte. In Deutschland organisiert der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) diesen Aktionstag richtungsweisend.

Fast 13 Millionen Menschen in Deutschland seien schwerhörig

Hintergrund ist, dass etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung (360 Mio. Menschen) hochgradig hörgemindert und dadurch behindert sind. Dies betrifft allein ein Drittel der über 65-Jährigen, aber auch 32 Millionen Kinder. Gemäß den WHO-Kriterien liegt die Prävalenz von Schwerhörigkeit in Deutschland bei 16 Prozent. Dies würde bedeuten, dass etwa 12,9 Millionen Menschen in Deutschland schwerhörig sind. Vor allem ältere Menschen kennen Betroffene mit einer Hörminderung, die nicht aktiv werden. In der Altersgruppe über 50 Jahre liegt die Zahl bei 45 Prozent.

„Hörverlust wird häufig nicht als belastendes Problem der öffentlichen Gesundheit betrachtet, weshalb das Bewusstsein für Erkrankungen dieser Art vergleichsweise gering ist. Viele Menschen leben viele Jahre lang mit einem Hörverlust, ehe sie eine geeignete Lösung finden. Deshalb ist der Slogan für den Welttag des Hörens „Kampf gegen Hörverlust – in Hören investieren“ so wichtig für Menschen in aller Welt, denen geholfen werden könnte“, ergänzte Thomas Topp, Regional Director, Germany, CEL - German Hub.